Mittwoch, 16. April 2014

Rhythmus

Künstlerisch gestaltet von Evelyn Wegmann
Knallhart zieht der Wind um die Hecken. Osterhase pack dich warm ein. Wintermantel und Stiefel zurück aus dem Keller! Bisweilen spielt ein unangenehmer Wind in den Ästen. Heute Morgen um 7:30 Uhr zeigt das Thermometer 0 Grad:-O Verdammt kalt ist es, gemessen an vergangenen Tagen mit luftigem T-Shirt und Sonnenbrille. Während meine Teetasse vor sich hin dampft, höre ich das Windspiel im Garten. Das metallene Geräusch empfinde ich als lästig. Der sonst so liebliche Ton nervt. Noch immer ist der Rhythmus mit die Zeitumstellung präsent. Eine Stunde Schlaf fehlt...

Doch Kopf hoch, denn schon die ersten Arbeitsstunden im Garten erhellen den Rasen und das Gemüt. Ein Lichtblick für die Augen. Die Grashalme stellen sich auf und saftiges grün lacht mich an. Kaum gefreut, kommt schon die Keule, denn auch das Unkraut ist auf dem Vormarsch. Neu dazugekommen und auf Beutezug ist der Buchsbaumzünsler. Dieser Raube ist schwer beizukommen. Nun sind seit September, letzten Jahres, zwei Meter Buchsbaum abgenagt.Wo soll der Osterhase sein Körbchen verstecken?

Aus Fachkreisen ist bekannt, ein unbemerkter Urlauber aus dem Ausland. Natürliche Fressfeinde, sagt Mein schöner Garten.de, gibt es nicht. Als bester Kunde im Gartenfachhandel in der Ecke „Gifte“ kennt mein Buchsbaum alle Giftsorten. Erstaunlich, dass die Raube scheinbar resistent gegen die Mittel ist. Ständig knabbern Zünsler in der Hecke. Alle Bemühungen zum Trotz, mit der nächsten Population wird die Hecke kleiner. Möglich, dass das Mittel diesmal wirkt.
 
Scheinbar ist es wie im Leben, die unangenehmen Verpflichtungen bleiben. Steht doch als Zitat des Tages in der LKZ: „Die Arbeit ist etwas Unnatürliches. Die Faulheit allein ist göttlich.“ Anatole France (1844-1924) franz. Schriftsteller. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen