Freitag, 12. Juni 2026

Bedlington Terrier

Vor dem Haus fährt die Müllabfuhr vorbei. Alle vierzehn Tage kommen zwei todesmutige Männer und legen sich mit Juri an. Er kann sie nicht leiden. Mal springen sie blitzschnell von ihrem Wagen, mal schleichen sie so langsam zwischen den Tonnen herum. Egal, in welcher Gestalt sie auftauchen: Die Männer von der Abfallwirtschaft müssen abgemahnt werden. Sein Bellen hört die ganze Nachbarschaft. Schließlich muss er auf seinem Grundstück für Ordnung sorgen.

Mit seinen weißen Locken sieht Juri harmlos aus. Fast wie ein Schaf. Allerdings wie eines mit krimineller Vergangenheit. Neulich bleibt ein Passant vor dem Gartenzaun stehen und mustert ihn lange. „Ist der aus einem Zoo ausgebrochen? Oder wurde der importiert?“

Juri würdigt ihn keines Blickes. Er ist weder das eine noch das andere. Er ist ein pensionierter Denker, der stundenlang auf dem Sofa liegt und grübelt. Über die Nachbarskatzen zum Beispiel. Jeden Morgen beobachtet er sie neugierig vom Fenster aus. Sie kommen aus allen Richtungen und verschwinden in den Nachbargrundstücken. Offenbar halten sie nachts geheime Sitzungen ab. Anders lässt sich ihr Verhalten kaum erklären. Er kann nicht dabei sein. Sein Frauchen lässt ihn nach Einbruch der Dunkelheit nicht allein in den Garten.

Die Katzenhalter sind merkwürdige Menschen. Kurz vor Mittag laufen sie hinüber zum Landratsamt. Dort gibt es eine Kantine. Für Juri fällt nie etwas ab. Weder eine zufällig weggeworfene Schweinshaxe noch ein Stück Kuchen landet im Vorgarten. Natürlich hätte er nichts gegen einen edlen Spender.

Der Vormittag ist anstrengend. Briefträger müssen kontrolliert werden. Fahrradfahrer gehören grundsätzlich beobachtet. Heute steht außerdem die Müllabfuhr auf dem Programm. Danach hat er sich eine Pause verdient. Er döst auf seinem Lieblingsplatz und denkt über Chanti nach. Sie ist läufig. Chanti wohnt zwei Straßen weiter. Sie zeigt keinerlei Interesse an ihm. Dabei ist Juri ein Bedlington Terrier von adligem Geschlecht in tadelloser Erscheinung.

Chanti dagegen liegt die meiste Zeit in ihrem Garten herum und verlässt ihr Grundstück nur für kurze Pipirunden. Trotzdem hält sie sich offenbar für unwiderstehlich. Juri beschließt, später eine Strategie zu entwickeln, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Über diesen Gedanken schläft er ein. Denken ist für Hunde anstrengend. Selbst im Halbschlaf gibt er gelegentlich einen kurzen Belllaut von sich, damit die Nachbarschaft nicht vergisst, wer hier das Sagen hat. Die genaue Ortsbezeichnung könnte er zwar nicht nennen, aber den Hofeingang würde er jederzeit wiederfinden. Auch nachts.

Sein Frauchen ist eine gewissenhafte Halterin. Deshalb hört er ihr aufmerksam zu, wenn sie Besuch hat. Vor einigen Tagen erfährt er etwas Erstaunliches.

„Sie ist doch Steuerberaterin“, sagt eine Frau vor dem Gartentor. „Bestimmt hat sie ein dunkles Geheimnis.“ Dann erlauben sie sich, in sein Haus zu kommen!

Juri versteht nicht, warum Menschen ständig Geheimnisse vermuten. Sein Frauchen spricht gelegentlich von kreativer Buchführung. Außerdem erklärt sie oft den Geldtransfer zum Finanzamt. "Steuern, Steuern." Für Juri klingt das nach einer besonders unangenehmen Tierarztpraxis. Sicher ist nur eines: Sie ist ein tolles Frauchen. Vielleicht liegt ja im Keller wirklich ein Geheimnis.

Dort steht ein Regal mit Rotweinflaschen. Dahinter befindet sich ein kleines Fach. Juri hat es längst entdeckt. Manchmal setzt sich sein Frauchen abends vor einen Beamer und schaut alte Bilder an. Fotos von früher. Von einem jüngeren Juri. Dann lacht sie oft. An einem dieser Abende springt sie plötzlich auf, geht direkt zum Regal und öffnet ein verstecktes Fach.

„Das ist meine Altersvorsorge“, sagt sie. Juri hebt den Kopf. Er sieht das Fach an. Dann sein Frauchen. Dann wieder das Fach. Und fragt sich zum ersten Mal in seinem Leben:

Bekommt er auch Altersvorsorge?

Herzliche Grüße
Mike Melonte

Mittwoch, 10. Juni 2026

Einmal Toskana

Schon die Anreise bot Anlass zum Schmunzeln. Am E-Center Haid in Weilheim gibt es einen „versteckten Parkplatz“ hinter dem eigentlichen Parkplatz, der nur von einer Seite aus erreichbar ist. Als eines der letzten Chormitglieder eintraf, fuhr das Auto zunächst eine Schleife auf der Suche nach der richtigen Einfahrt. Der Kommentar der Wartenden ließ nicht lange auf sich warten: „Ach, er fährt auch eine Schleife.“ Mir ging es zuvor genauso. So begann die Reise bereits mit einem gemeinsamen Lacher.

Während die Koffer über den Asphalt zum Bus rollten, sammelten sich die Reisenden für die Abfahrt. Pünktlich startete Hartmann Reisen Richtung Toskana. Die Strecke führte durch die Schweiz und weiter über die Alpen nach Italien. Reiseleiter Karlheinz sorgte mit seiner humorvollen Art immer wieder für gute Stimmung an Bord. Nach rund 15 Stunden Fahrzeit erreichten wir schließlich Pietrasanta an der Versiliaküste.

In Pisa sah ich weit mehr als nur den Schiefen Turm. Die beeindruckenden Bauwerke rund um den Domplatz mit dem Dom, dem Baptisterium und dem monumentalen Camposanto machten den Ort zu einem Freilichtmuseum besonderer Art. Reiseleiterin Patrizia führte uns mit großem Fachwissen, ausgezeichneten Sprachkenntnissen und viel Gespür für die Gruppe durch Pisa und später auch durch Lucca. Die beiden historischen Städte vermittelten eindrucksvolle Einblicke in die Kultur und Geschichte der Toskana.

Am Abend folgte das Konzert von Polizeichor und DaCaPo im Kloster. Besonders die vier Männerstimmen berührten mich nachhaltig. Noch heute bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich daran denke. Auch der Polizeichor präsentierte Stücke, die mir sehr ans Herz gingen. Es war ein beeindruckender Auftritt in einer besonderen Atmosphäre.

Am nächsten Tag führte uns der Ausflug nach Vinci, dem Geburtsort von Leonardo da Vinci. Dort erfuhren wir mehr über das Leben des Universalgelehrten, der als unehelicher Sohn eines Notars geboren wurde und zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Renaissance zählt. Seine Ideen und Erfindungen faszinieren bis heute.

Anschließend nahm ich an einer Weinprobe auf dem Weingut Fattoria Il Poggio teil. Serviert wurden Oliven, Salami, geröstetes Brot mit Olivenöl sowie getrocknete Tomaten. Die dazu gereichten Weiß- und Rotweine spiegelten die Region wider. Besonders begeistert hat mich jedoch der aromatische Dessertwein zum Abschluss.

Auch das Hotel nahm mich schnell für sich ein. Pinienbäume umrahmten das Gelände, und am Morgen brachte der Wind den Duft des Meeres herüber. Zwar vermisste ich meine Tomaten zum Frühstück, doch Melone und Ananas entschädigten dafür mehr als ausreichend.

Die Rückreise erfolgte auf dem schnellsten Weg nach Hause. Noch immer schwelge ich in mediterranem Flair und denke gern an die vielen Eindrücke, Begegnungen und musikalischen Momente dieser Reise zurück.

Herzliche Grüße
Mike Melonte

Mittwoch, 3. Juni 2026

Leinen, Leckerli, Lebensfragen

Die sonst so bequeme Couch ist von Lucky belegt. Sein Kopf hängt über das Ende der Lehne, als hätte er eine Nachtschicht im Steinbruch hinter sich. Plötzlich zieht ein Donner über das Dach. Kurz frage ich mich, ob das Lucky war oder der Himmel. Nein, es ist nur eine elektrische Entladung aus der Luft.

Die Tage davor waren für Ende Mai viel zu heiß. Jetzt setzt heftiger Regen ein. Nicht jeder Tagesausflug endet in romantischer Naturverbundenheit. Manchmal endet ein Spaziergang mit nassen Schuhen und zwei beleidigten Hunden.

Der Abend neigt sich langsam dem Ende zu. Alles ist erledigt. Zumindest theoretisch. Noch einmal gehe ich in Gedanken den nächsten Tag durch, bevor ich Lucky mit ins Bett nehme. Hunde betrachten Privatsphäre schließlich eher als unverbindliche Empfehlung.

Am Morgen warten die Hunde bereits darauf, dass ich mich bewege. Izzy weckt mich zuverlässig um sechs Uhr — auch sonntags. Ausschlafen gilt hier als menschliche Charakterschwäche.

Kaum bin ich im Bad fertig, nehme ich die Hundeleinen und rufe meine zwei. Sofort herrscht Aufbruchsstimmung wie an einem kleinen Provinzflughafen.

Jubel, sobald ich an der Tür stehe und die Leckerli vorbereite. Gleich geht es ab ins Auto. Kofferraum auf. Ist der Maulkorb dabei? Irgendetwas fehlt immer. Meist meine Ruhe.

Die frische Luft und die Natur sollen bekanntlich Kraft geben. Die Fahrt an den Rammert dauert etwa zehn Minuten. Kaum bin ich angekommen. Tauchen heute plötzlich drei Pferde aus dem Wald auf. Sie beäugen mich, als wäre ich ein Engel mit Capi, Autoschlüssel in der einen und zwei randalierenden Hunden im Kofferraum.

Würden sie nur weitergehen. Dann könnte ich die Hunde aus dem Auto lassen. Stattdessen starren wir uns gegenseitig an und wirken vermutlich alle wie Teilnehmer einer schlecht organisierten Tierkonferenz.

Manchmal frage ich mich bei den langen Wanderwegen, gibt es noch andere Wege oder bin ich die Strecke schon zu oft gegangen.

Wünsche Morgen einen schönen Feiertag
Mike Melonte


Mittwoch, 27. Mai 2026

Kassenpatient 3.0 aussortiert

Bekomme eine Nummer zur Wahl.
Die Ansage spricht mich geduldig leer.
Erkenntnisse formen Signale
zwischen Warten und Wartezimmern.

In der Kasse gibt man Patienten ab
wie nasse Mäntel.
Über goldenen Eiern brütet
die Schlange Zahlen aus
statt Mitgefühl.

Die Ansage verweigert.
Privatversicherte treten ein
wie bevorzugte Krankheiten.
Als wolle das Leiden
seine Klasse nicht verlieren,
sich lieber mästen
und in volle Taschen legen.

 

Auf das wir alle gesund bleiben!
M. Melonte

Fell der Sekunden

 

Verweilter Morgenduft kommt zu spät.
Im Schrank steht die verlassene Tasse.
Die Teebeutel daneben warten stumm.
Selbst die Uhrzeiger scheinen zu verschlafen.
Der Tag startet mit einem schnellen Fieber.
Aus der Luft keucht der Schweiß.
Im Garten schwirren Vögel um die Hitze,
und Insekten beißen sich ins Fell der Sekunden.

 

 

 

 

 

Liebe Grüße

M. Melonte 

Dienstag, 26. Mai 2026

Der Tango in der Sackgasse


Der Morgen zieht alle in Arbeitshaltung. Pendler schieben sich durch die Straßen, als würden sie für etwas zu spät kommen, das sie ohnehin hassen. Die Sonne liegt grell auf den Frontscheiben. Selbst die Luft wirkt überbelichtet.

Zwischen sauber gestutzten Hecken steht ein Wohnmobil. Zu groß für den Parkplatz. Zu fremd für die Gegend. Ela sitzt darin im rosafarbenen Schlafanzug und beobachtet das Wohngebiet durch die offene Tür. Seit fast zwanzig Minuten bewegt sie sich nicht. Neben ihr dampft Kaffee in einem Becher mit einem Rottweiler. Auf dem Armaturenbrett liegt ein Handy.

Eine ältere Frau läuft vorbei und schaut hinein. Ihr Blick bleibt nicht lange hängen. Ein Gesichtsausdruck von gespiegelter Verwahrlosung oder gar Gefahr. Ela lächelt höflich. Die Frau erwidert nichts. Sie geht weiter, schneller jetzt, als hätte sie plötzlich etwas vergessen. Im Seitenspiegel rechts außen sieht Ela, wie sie bereits zum Handy greift. Natürlich. In Deutschland meldet man zuerst Falschparker und danach Tote.

Der Gehweg ist durch ihre offene Tür blockiert. Zwei Kinder drücken sich vorbei und starren ins Innere des Wohnmobils. Ein halb geöffnetes Handschuhfach. Darin liegt eine Pistole und Geldscheine. Der Blick darauf dauert nur einen Moment. Im nächsten zieht sie die Tür ruhig zu. Der Autoschlüssel steckt bereits. Fluchtbereit. Dann klingelt das Telefon.
„Ja?“ Die Stimme am anderen Ende schweigt kurz.

Sie sind zu alt.“ Ela antwortet nicht. Draußen kreischt irgendwo ein Vogel. Oder ein Kind. Schwer zu unterscheiden. „Das Arbeitsamt interessiert sich übrigens nicht für Sie“, sagt die Stimme weiter. „Die Polizei dagegen inzwischen schon.“ Die Leitung bricht ab. Ela klettert auf den Fahrersitz.
Der Motor startet leise.

Das Wohnmobil rollt langsam an. Vorbei an Vorgärten, Windspielen und sommerlichen Gerüchen nach Würze. Orte wie diese lieben Gewalt. Orte, an denen niemand hinsieht, solange die Mülltonnen pünktlich draußen stehen. Am Ende der Straße liegt eine Sackgasse. Zwischen dem Früher und dem Heute klaffen Welten. Jetzt rattert eine Band eine musikalische Nummer herunter. Mitten zwischen Garagen und Containern spielen vier Männer irgendetwas wie Tango. Oder ist das Jazz? Laut. Schräg. Ein Rhythmus hämmert gegen die Hauswände und direkt in ihren Kopf. Zu viele Menschen. Zu viele Zeugen. Ela verlangsamt ihre Fahrt. Raus hier, schreit ihr Inneres. Der Trommler hebt kurz den Blick. Und nickt als wolle er mit seiner Kopfbewegung die Zukunft diktierern. In einem zusammengezogenen Gesicht – abwertend. Nicht freundlich.

Ihr Magen zieht sich zusammen. Vielleicht war auch der Kaffee zu stark. Das linke Handgelenk des Mannes trägt eine schwarze Tätowierung von einem Vogel mit drei Strichen darüber.

Dasselbe Zeichen wie auf der Akte. Kann es einen Zusammenhang zwischen ihrer Mutter und diesem Mann geben. Unmöglich. Sie reißt das Steuer herum. Das Wohnmobil dreht überraschend leicht vorbei an der Band. Die Reifen quietschen über den Asphalt. Niemand aus der Band reagiert. Sie spielen weiter, als hätte man genau das erwartet. Erst als sie zurück auf die Straße fährt, beginnt ihr Herz zu rasen. Noch während der Fahrt zieht sie einen Pullover über den Schlafanzug. Die Finger zittern leicht. Der Mund ist trocken. Über die Kopfhaut zieht sich ein Kribbeln. Das Handy bleibt stumm.

Zwei Straßen weiter stellt sie das Wohnmobil hinter einem leerstehenden Getränkemarkt ab. Hastig klappt sie das Fahrrad vom Heckträger und zieht eine Hose an. Wirft die Schlafhose hinter den Sitz. Wer hat ihre Mutter getötet. War es der Musiker? Wiederholt sich nun alles wieder. Sie will von niemandem wahrgenommen werden. Unauffällig werden. Am liebsten würde sie sich im Kleiderschrank verstecken. Wie vor Jahren. Als die ausgewachsene Dogge zur Urlaubsbetreuung kam. Ihre Mutter hatte ein Herz für Tiere.

Canva

Gerade will sie sich auf ihr Rad schwingen, als jemand neben ihr lacht. Ein fremder Mann mit dunkler Haut. Großen braunen Augen. Keine agressiven. „Sie fahren zu hektisch“, sagt er. Immer noch mit einer hab Acht Mentalität. Er tritt näher. Nicht bedrohlich. Fast freundlich.

Entschuldigung?“

Wenn Menschen verfolgt werden, fahren sie gern mit quietschenden Reifen. “

Sein Lächeln zeigt makellos weiße Zähne. Ist er von der Polizei?

Ela greift fester an den Lenker. „Kennen wir uns?“

Der Mann betrachtet sie aufmerksam. Als würde er prüfen, ob sie dieselbe Person ist wie auf einem Foto. Dann streicht seine Hand vorsichtig durch ihr Haar. Eine intime Geste. Sie ist in ihren Gefühlen eingefroren. Kontrolllos. Das hatte sie nicht erwartet.

Seine Finger bleiben kurz hinter ihrem Ohr hängen und ziehen ein Zwei-Euro-Stück hervor.

Jetzt ja“, sagt er.

Ela spürt den inneren Druckabfall in den Haaren. „Ist das ein Ritual mit der Absicht viel Geld zu gewinnen...“

Adrenalin schießt ihr erneut durch den Körper. Sie stößt ihn weg, springt aufs Fahrrad und fährt los. Hinter ihr ruft niemand. Keine Schritte. Keine Verfolgung. Nur dieser schreckliche Musikgeschmack. Der schlecht gespielte Tango schwebt durch die Straßen wie eine Drohung. Ela tritt in die Pedale. Bergab. Der Fahrtwind schneidet ihr ins Gesicht. Autos ziehen vorbei. Menschen laufen ahnungslos über Ampeln. Irgendwo hupt jemand. Und plötzlich versteht sie. Das Vorstellungsgespräch existiert nicht. Hat es nie. Jemand hat sie aus dem Wohnmobil locken wollen. Vor ihr springt eine Ampel auf Rot. Ela fährt trotzdem weiter.

Wünsche allen einen guten Start in die Woche

Mike Melonte 


Mittwoch, 20. Mai 2026

Gezupfter Rosmarin findet heiße Liebe

KI erstellt

Jubelnde Freude schwingt sich ins Tal.
Oben auf dem Berg scheint sie zu wohnen.

Schattenhaft klönt der Augenblick durch den Magen, 
als hätte das Leben plötzlich beschlossen,
mir Rosmarin auf die Zunge zu legen. 

Ein Wunder schmeckt erstaunlich würzig. 
Wer sollte mich jetzt noch aufhalten?

Im Auto nimmt mich das Glück wortlos in den Arm.
Statt gebratener Leber giere ich nach heißer Liebe. 

Nach überdrehten Gedanken, 
flackernden Blicken und einem Herzen,
das endlich wieder Unsinn machen darf. 

Meine Sorgen möchten bleiben.
Ich entsorge sie trotzdem als Sperrmüll der Seele.

Der Kamin kühlt langsam ab. 
Könnte ich doch die klaren Antworten aus den Flammen retten.

Liebe Grüße
Mike Melonte