Die Tage bis Weihnachten sind gezählt, und wie jedes Jahr fragen sich viele: Wie soll mein Fest aussehen? Die einen schwören auf den klassischen Tannenbaum, während andere sich längst von Nadeln im Wohnzimmer verabschiedet haben. Manche freuen sich auf Fisch an Heiligabend, andere können sich Weihnachten ohne Würstchen und Kartoffelsalat nicht vorstellen. Und irgendwo dazwischen stecken wir alle: mit viel zu wenig Zeit und wo bleibt die Besinnlichkeit?
Weihnachten vorbereiten
Ich gehöre zu den Glücklichen, die an Heiligabend vielleicht nur einen halben Tag arbeiten muss. Doch wie nutze ich die verbleibende Zeit so, dass sich am Ende alles „richtig“ anfühlt? Meine Wohnung soll ordentlich sein, die Geschenke dürfen hübsch verpackt sein und die Hunde brauchen viel Bewegung. Ich wünsche mir natürlich einige Momente, in denen ich wirklich abschalten kann. Klingt nach einem Plan, oder?
Viele Menschen haben nicht dieses „Glück“. Sie arbeiten im Krankenhaus, im Einzelhandel, bei der Feuerwehr oder in Berufen, in denen Weihnachten einfach ein weiterer Arbeitstag ist. Besinnlichkeit? Fehlanzeige.
Weihnachten in meiner Kindheit: Marzipankugeln und Schokoladenringe
Als Kind war Weihnachten für mich eine Mischung aus Süße, Gemütlichkeit und, ja, manchmal auch ein bisschen Übelkeit. Der Baum war geschmückt mit Marzipankugeln und Schokoladenringen, und jedes Jahr bekamen wir Kinder unseren ganz eigenen Weihnachtsteller. Darauf lagen Plätzchen, eingepacktes Marzipan, Mandarinen, Orangen und viele kleine Schokoladentaler – auch Smarties waren dabei.
Das Problem? Schokolade vertrage ich gar nicht. Nach ein paar Stunden saß ich still in einer Ecke, während um mich herum der Weihnachtszauber mit Rennbahn, Kartenspielen und Puppengedöns weiterging. Weihnachten ist bis zum heutigen Tage immer auch ein bisschen bittersüß, im wahrsten Sinne des Wortes.
Vielleicht ist das der Grund, warum meine Weihnachtsplätzchen mittlerweile mit Dinkelmehl gebacken werden. Schokolade vermeide ich. Eine Ausnahme mache ich bei Marzipan – das habe ich schon immer gut vertragen.
Ein besonderer Tipp: Russischer Salat wie bei Oma
In meiner Familie brachte meine Oma jedes Jahr einen besonderen Salat zu Weihnachten mit. Sie nannte ihn immer „Russischer Salat“. Darin waren Krakauer Wurst, hartgekochte Eier, Kartoffeln und saure Gurken. Abgeschmeckt wurde er mit Salz, Pfeffer, Essig und Öl. Ich habe das Rezept nie aufgeschrieben, und vermutlich gibt es diesen „Russischen Salat“ in der Form nirgendwo. Meiner schmeckt leider nicht so gut, wie der von unserer Oma. Aber für mich gehörte er zu Weihnachten wie der Tannenbaum und die Lichter. Aus meiner Sicht ist es wichtig überhaupt ein Ritual zu pflegen... .
Wie teilt man die Zeit ein?
Jeder hat seinen eigenen Rhythmus und seine eigenen Vorstellungen davon, wie ein perfektes Weihnachten aussieht. Was mir hilft, ist, die Tage vor Weihnachten bewusst zu planen – aber nicht zu vollzupacken. Ein paar Ideen:
Frühzeitige Erledigungen: Einkäufe und Vorbereitungen so weit wie möglich vorziehen, damit die letzten Tage stressfrei bleiben.
Realistische Erwartungen: Nicht alles muss perfekt sein. Es ist okay, wenn die Wohnung nicht aussieht wie im Hochglanzmagazin.
Bewusst Zeit schaffen: Ob es ein Spaziergang im Wald ist, ein Abend mit Kerzenlicht und Buch oder ein Telefongespräch mit einem alten Freund – das sind die Momente, die am Ende zählen.
Weihnachten ist für jeden anders
Am Ende bleibt Weihnachten das, was wir daraus machen. Egal ob mit Tannenbaum oder ohne, ob mit Fisch, Würstchen oder improvisiertem „Russischen Salat“ – es geht darum, dass es sich für dich richtig anfühlt. Vielleicht sind die besten Weihnachtsmomente diejenigen, in denen wir uns von Perfektion verabschieden und einfach die Zeit genießen, wie sie ist.
Wie
sieht dein Weihnachten aus? Arbeitest du an den Feiertagen, hast du
alles minutiös geplant, oder lässt du es einfach auf dich zukommen?
Schreib mir gerne in den Kommentaren – ich bin neugierig auf deine
Geschichten!
Lasst euch inspirieren,
Mike Melonte
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