Freitag, 9. Januar 2026

Über Klarheit

Vorwort
Dieser Text ist kein Ratgeber. Soll niemanden motivieren und niemanden überzeugen.
Enstanden ist er aus der Erfahrung, Beobachtung und der Frage, was trägt – in Arbeit, 
Verantwortung und Leben.


Ich weiß, dass Klarheit selten laut ist.
Sie kündigt sich nicht an wie eine Party.
Sie steht einfach da – als stünde ich auf dem Bahngleis und der Zug fährt fahrplanmäßig ein.

Klarheit entsteht oft lange, bevor Entscheidungen getroffen werden.
Man spürt sie in Sätzen, die ausweichen.
In Meinungen, die einem untergeschoben werden – mit einem Ziel, das nicht das Eigene ist.
In Rollen, die plötzlich offen bleiben.
In Fragen, auf die niemand antwortet.

Viele warten auf Sicherheit.
Ohne sie wird alles zur existenziellen Talfahrt.
Dabei wäre Klarheit früher da.
Sie verlangt keine Garantien, sondern Aufmerksamkeit.

Pixabay - Alicja -
Klarheit heißt nicht, alles zu wissen.
Aber klar zu benennen, was ist – am richtigen Ort, zur richtigen Zeit – kann wie eine Erlösung sein.
Zu erkennen, wann etwas nicht mehr trägt, ist schmerzlich.
Und trotzdem ist es mutig, nicht zu warten, bis es offiziell wird.

Ich habe gelernt, dass Klarheit selten belohnt wird.
Aber sie schützt.
Sie bringt den inneren Frieden zurück – den, der die Nacht nicht zum Tag machen muss.

Nicht vor allem schützt Klarheit.
Manchmal vor dem falschen Bleiben.
Das könnte der Anfang von Balance sein.

Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
M. Melonte

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