Sonntag, 11. Oktober 2015

Kampf der Wörter und Buchstaben

Das Anschreiben ist das Herzstück in der Bewerbung. Was mache ich, um eine
ansprechende Form zu finden? Bevor ein Anschreiben entsteht, braucht es einen
Leitfaden.

Die Suche nach einem Job ist individuell. Jeder Beruf ist speziell. Dafür ist eine
Ausbildung erforderlich. Für ungelernte Kräfte kann es ein Segen sein, wenn
jemand in der Nähe ist und ein Wissen um die Bewerbungsstruktur hat. Man(n) spricht
dann von einem Ghostwriter. Jemand der Schreibarbeiten für andere erledigt.

Wie bekomme ich nun einen Job, der mich nährt, mir Spaß bereitet und sozial eingestellt,
damit die nächsten Jahre gesund über die Bühne gehen? Das ist sehr einfach.

  • Erstens sich nicht verrückt machen lassen.
  • Innere Ruhe bewahren, hilft für den Überblick.
Firmen werben auf ihren Internetseiten, Jobbörsen suchen im Netz und mittlerweile
gibt es tatsächlich Veranstaltungen, wie unlängst in Bad Cannstatt die Jobmesse.

Ich war dort. Wollte genau wissen, was abgeht. Zunächst stellte ich mir vor,
meine Wettbewerber würden mich wie auf einem Schlachtfeld überrennen,
weil mir wesentliche Erkenntnisse und Kompetenzen fehlen. Völlig überrascht
war ich dann von Personalern, die Mitarbeitende einluden zu einem Gespräch.
Mir freundlich Flyer in die Hand drückten. Selbstverständlich auf meine
Bewerbung warten. Mittlerweile schon zwei Wochen, weil ich mich
auf Kriegsfuß mit den Buchstaben befinde. Weder passende Worte noch
Sätze wollen das Papier füllen. Der sonst so leichte Redefluß über meine
Lippen setzt alles außer Gefecht. Die Worte kämpfen um Anerkennung
für die inneren Werte, die in der Bewerbung im dritten Absatz in Maßen
anklingen dürfen.

Im zweiten Absatz winken ganze Herrscharen von Talenten, Fähigkeiten
und Kompetenzen.So eine DIN A4 Seite ist endlich. Was soll ich da nur
erwähnen? Soviel habe ich gemacht. Die Stellenausschreibung gibt
Vorgaben, die der Kandidat erfüllen soll. Am besten einmal mit dem
eigenen Lebenslauf abgleichen, was passt. Je mehr Kompetenzen zutreffen,
desto leichter ist die Chance, die richtigen Worte zu verfassen. Denn eine mit
Erfolg ausgeführte Aufgabe ist eine prima Referenz.

Im ersten Absatz suche ich nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Natürlich
mit vorheriger Recherche über die Firma im Netz. Wie ist die Seite aufgebaut?
Welche Menschen werden dort veröffentlicht? Blonde, dunkle oder gar keine
Menschen? Ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis wird mir immer in Erinnerung
bleiben. Eine Freundin suchte einen Job.
In der Zeitung hatte ich eine Anzeige gesehen, die auf der Stellenausschreibung eine
Frau veröffentlichten, die aussah wie meine Freundin. Lange schwarze Haare, schlank
und voller Tatendrang. Sie bekam die Stelle, obwohl aus meiner Sicht die Erfüllung
der der Zeugnisse, nämlich ein Abschluß, nur teilweise erfüllt war. Das hat mich sehr
nachdenklich gemacht.

Nicht zu vergessen, der Ablauf in Firmen ist meist gleich. Eine Position wird ausgeschrieben.
Unter Umständen bekommen die Personaler einen ganzen Korb mit Bewerbungen. Eine
Person sortiert und sichtet die Unterlagen, das muss nicht zwangsweise der Personaler
sein. Dabei werden fehlerhafte, nicht dem Profil ausgeschriebene Lebensläufe und
unqualifizierte Anschreiben aussortiert. Aus diesem Grunde frage ich grundsätzlich
wieviel Bewerber auf die Stelle geschrieben haben, falls ich es in die vorderste Reihe schaffe.

Für den Feinschliff lese ich mich gerade durch das Buch von Richard Nelson Bolles:
„Durchstarten zum Traumjob“.

Mehr folgt in Kürze.

Herzlichst Lilli

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