Von überall strömen sie herbei. Die Chinesen genauso wie die Schweizer lauern auf einmalige Gelegenheiten. Sie drängen und schieben die Menschenmenge durch den Weihnachtsmarkt. Ach ja, das war letztes Jahr.
In diesem sitzen die Menschen zuhause. Spielen mit den
Geschwistern Karten. Sofern die Kleinen mitmachen können. Zocken am Esszimmertisch
ist der neue Zeitvertreib. Was machen wohl die Singles? Die Großeltern zur Sicherheit verwahrt. Die
Nachbarn bangen vor einer Ansteckung. Karten spielen am runden Tisch mit 1,5 m
Abstand bringt mehr ein Herumrennen, gleich einem Laufdiktat, bis endlich alle
Karten ausgespielt sind.
Überhaupt ist Einkaufen zum Risiko mutiert. Ständig stehen Spender mit Desinfektionsmittel.
Die Hände sind sehr von der Lösung aufgeraut. Im Drogeriemarkt bieten Hersteller
neue Handcremes an. „Neu“ steht seit Tagen über dem Regal. Die Industrie setzt
auf Produkte, die den Umwelteinflüssen standhalten. Noch hängt die Haut bei
niemandem in Fetzen herunter.
Das ist gut so. Wie sollen die Fleißigen unter ihnen dem Hobby frönen. Freilich ist es ein Aussterbendes. Gehört zu den Handwerklichen. Klappernde Stricknadel hört man heute kaum noch.
Gerade im zweiten Lockdown entpuppt Stricken eine ungeahnte Möglichkeit. Endlich kommen einige wieder auf den Teppich. Nicht mehr durch den Alltag rasen, denn Weihnachtachten steht vor der Tür. Das Fest der Liebe nimmt uns für ein paar Tage mit.
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Bild ohne Text: Museumsverband-Hamburg.de |
Herzliche Grüße und schöne Weihnachten
Mike Melonte

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